10.04.2014

Viertel nach Eden/ HD/ Farbe/ 27:06 min/ 2014


https://vimeo.com/91219892













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Stell dir vor, es ist Paradies und du musst bleiben

„Viertel nach Eden“ ist ein Film, der sich mit den Abgründen eines alternden, verlassenen und zum Verkauf stehenden Paradieses beschäftigt, angesiedelt zwischen Normalität, Absurdität und Surrealität.  Die Hauptrollen spielen Orte, Objekte und Szenarien der Aussteigerinsel La Gomera. Jene werden zu Anschauungsobjekten, Monumenten für eine Landschaft, in die sich die Spuren des Verfalls und der Regeneration durch die Natur sichtbar eingeschrieben haben. Das Paradies scheint auch nicht mehr zu sein, was es einmal war, sondern nur eine Insel, die den Gesetzen von Wirtschaft und Gesellschaft unterworfen, und von der Sichtbarkeit kultureller Spuren gezeichnet ist.  Die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion vermischen sich und bilden in einer symbolischen metaphorischen Bildsprache die Grundlage der filmischen Umsetzung der Auszüge aus einer imaginierten Landschaft. Ein umgekehrter Eskapismus, der zu einer Falle geworden ist und sich in dem ankommenden und gestrandeten Schiff, der Arche, wiederspiegelt, die ihre Rückreise nicht mehr antreten wird. Viertel nach Eden ist das Portait eines ausgebrannten Paradieses, dessen Bedeutung sich verändert hat oder schon immer eine andere gewesen ist. Das Paradies hat ein Ablaufdatum. Wonach suchen wir dort? Ist es der Blick von außen nach innen oder der Blick von innen nach außen. Womöglich beides. Dann wird die Suche zu einer ambivalenten. Die Möglichkeit der Rettung durch eine Religion scheitert. Die Erlösung bleibt aus und wird zu einer Auferstehung des nicht Kontrollierbaren, zum Phantasma, zum Alltag.